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Gold im Rückwärtsgang, Risikoappetit belastet

15.08.2017


Die rückläufige Risikoaversion, erkennbar an steigenden Aktienkursen dies- und jenseits des Atlantiks, hat das Interesse an Gold und am japanischen Yen etwas gebremst. Gewinnmitnahmen in Kombination mit einer leichten Entspannung im Nordkorea-Konflikt haben das gelbe Edelmetall um mehr als 7 Dollar auf zeitweise 1.278 Dollar sinken lassen.

 

Eine erste, wichtige Chartunterstützung liegt bei 1.260 Dollar. Hier verläuft der zuletzt übersprungene langfristige Abwärtstrend. Danach kann es weiter abwärts auf das wichtige Tief vom 26. Juli bei 1.243 Dollar gehen. Voraussetzung für weitere Gewinne ist hingegen ein Sprung über das Bewegungshoch vom 6. Juni bei 1.295 Dollar.

 

Gegenüber dem US-Dollar hatten sichere Anlagehäfen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen einen schweren Stand. Mit einer höheren Risikobereitschaft kauften Investoren den Greenback und machen einen Bogen um den als sicher geltenden Yen.

 

Viele europäische Börsen bleiben heute wegen des Feiertages Mariä Himmelfahrt geschlossen. Entsprechend ruhig dürfte der Handel in Europa verlaufen. In den Vereinigten Staaten wird sich das Hauptaugenmerk auf die Einzelhandelsumsätze richten. Wir gehen davon aus, dass die Konsumschwäche aus dem Vormonat überwunden ist und prognostizieren ein Plus von 0,4 Prozent.

 

Die Einzelhandelsumsätze könnten entscheidend über den Kurs der Fed sein, denn höhere Konsumausgaben resultieren normalerweise in einer anziehenden Inflation. Die amerikanische Notenbank hatte angekündigt, die Leitzinsen zu erhöhen, sofern sich das Preisniveau erholt. Der Fed-Chef von New York, William Dudley, rechnet indes noch vor dem Jahresende mit einer weiteren Zinserhöhung.